Obwohl sie nicht die Schuld an der wirtschaftlichen Misere im dreistelligen Milliardenbereich tragen, machen sich natürlich auch Professoren Sorgen um die Politik der Bildungsministerin und versuchen, mit Ideen zu helfen, wo es nur möglich ist.
Als Beispiel sei hier der Brief eines Salzburger Gymnasiallehrers an die Ex-Bankerin gebracht:
Sehr geehrte Frau Ministerin Dr. Schmied!
Herzlichen Dank für Ihren Brief, der mich als AHS-Lehrer und bislang überzeugten, jedoch jetzt sehr verunsicherten, Sozialdemokraten schon sehr betroffen macht.
Ich nehme zähneknirschend zur Kenntnis, dass ich ab dem nächsten Schuljahr noch mehr arbeiten darf, weil ich solidarisch sein muss.
Im Gegensatz zu den “SolidataritätsverursacherInnen” habe ich nicht in der Karibik oder sonstwo Eltern/SchülerInnen-Gelder in den Sand gesetzt und im Gegensatz zu Ihnen habe ich die Folgen dieser widerlichen Killer-Kapitalismus-Machenschaften auch nicht als Regierungsmitglied zu kommunizieren und mit populistischem Bashing einer Berufsgruppe zu kompensieren.
Was mich nur wundert, ist, dass Sie im Bereich der Schulen nicht mit der radikalen Kraft antreten, die Sie im Bereich der Künste so gerne zur Schau stellen. Was wäre eine solche radikale Lösung, anstelle von Mehrbelastung, die in der Neidgesellschaft ohnehin breite Zustimmung findet, für meine Berufsgruppe?
Zum Beispiel:
Beginn des Unterrichtsjahres jeweils am 1. März, Ende des UJ: 30. September, das ergibt auch cirka 200 Unterrichtstage, ohne Osterferien und autonome Tage, wer braucht sowas schon, wenn es eh warm ist !!!
Auch finanziell für den Dienstgeber toll: Die LehrerInnen erhalten 5 Monate lang nur das Grundgehalt!
Das bremst auch die enormen Heizkosten und die LehrerInnen hätten 5 Monate frei, endlich Urlaub in Thailand ohne Monsun und auf der anderen Erdhalbkugel im Sommer!Die Krankenkassen genehmigen bei entsprechendem Selbstbehalt auch jene Medikamente, die einen Winterschlaf ermöglichen, damit auch die GOED etwas “herzeigen” kann!
Herr Neugebauer wird dies mit großer Gelassenheit als Erfolg verkaufen!
Von 1. Oktober bis Ende Februar kann das Bundesheer die Schulen für den Grundwehrdienst nutzen und erspart sich die Renovierung der ramponierten Kasernen. Die Kasernen werden geschliffen und an deren Stelle werden Spaßbäder und Thermen errichtet, damit die Familien, die sich das leisten können, gemeinsam überwintern.
UNIQA und “V wie Flügel” sind als Sponsoren sicherlich zu gewinnen!
Die restlichen MitbürgerInnen, sofern sie nicht einen Kurzzeit-Arbeitsplatz haben, können sich als SaisonarbeiterInnen in den Wintersportzentren zur Verfügung stellen, falls dort nicht schon die 10.000 LehrerInnen, die Sie als “Solidaritäsbeitrag” einfach entsorgen, einen Job angetreten haben!
Oder das Bm:ukk nutzt die Gebäude in diesem Zeitraum für seine Brainstormings, die ohnehin nur in der Kälte zu ertragen sind!Mit pragmatisiertem Zorn
Prof. Mag. Erich Themmel, “fauler Hund” am Christian-Doppler-Real/Gymansium
Salzburg
Technorati Tags:
Wortspenden
Vor einem Jahr aktuell: Trippermap

















